Hohenlehen Fleisch | LMS | WebMail | PHOnline | Impressum
headerBild
headerBild
headerBild
Logo Oekolog
Link zur EDU-Moodle Homepage
LMS Lernen mit System
Hohenlehen-Fleisch
Sparcling Science
Raiffeisen Club

Paarung

Versuch  Ampferblattkäfer  

Biologische Ampferbekämpfung mit dem Ampferblattkäfer




Untersuchungen des L. Boltzmann-Institutes für Biologischen Landbau auf Flächen der LFS Hohenlehen/NÖ ergaben, dass sich der Ampferblattkäfer durch nicht bewirtschaftete Teilflächen, die als Vermehrungs-, Nahrungs- und Überwinterungsort dienen, fördern lässt. Darüber hinaus ist der Stumpfblatt-Ampfer auf diesen nicht bewirtschafteten Teilflächen und in deren Umfeld innerhalb von zwei Jahren fast vollständig zurückgegangen, was auf den Käferfraß in Kombination mit der durch die Nicht-Mahd veränderten Nährstoffversorgung und der verstärkten Konkurrenz durch die Gräser zurückführen ist.

Im Rahmen des am L. Boltzmann Institut für Biologischen Landbau laufenden Projekts: Untersuchungen zum Auftreten des Ampferblattkäfers und seines Potentials für eine biologische Bekämpfung des Stumpfblättrigen Wiesenampfers.“ (Dauer: 2004 - 2006; Kooperationspartner: BAL Gumpenstein und BIO ERNTE Austria) wurde ein Parzellenversuch (siehe Versuchsskizze) an der LFS Hohenlehen und an zwei weiteren Standorten in NÖ angelegt. Auf diesen Anlagen werden die Effekte von drei Varianten der „Nicht-Bewirtschaftung“ von Teilflächen auf Ampferblattkäfer und Ampfer untersucht:

·         ganzjährig unbewirtschaftet

·         ganzjährig unbewirtschaftet mit einem Reinigungsschnitt im Herbst

·         ab Spätsommer unbewirtschaftet, ein später erster Schnitt im darauffolgenden Frühjahr soll den Ampferblattkäfer zusätzlich fördern.

Die Ergebnisse der Versuche werden zeigen wie weit die Dauer der Nicht-Bewirtschaftung minimiert werden kann. Weiters soll der Beitrag des Käfers zur Ampferverdrängung als Sanierungsmaßnahme für stark verampferte Flächen erhoben werden. Da die Parzellen in unterschiedlicher Distanz zum Waldrand angelegt wurden, sind zusätzlich Ergebnisse zum Einfluss des Mikroklimas auf Käfer und Ampfer zu erwarten.

Um den Käfer auch aktiv verbreiten zu können, werden Methoden zum Absammeln und Ausbringen („Beimpfen“) von Ampferblattkäfern an verampferten Stellen mit geringer Käferdichte entwickelt.

 

Kontakt:

Mag. Patrick Hann, Dr. Bernhard Kromp

Ludwig Boltzmann-Institut für Biologischen Landbau und Angewandte Ökologie

Rinnböckstraße 15, A-1110 Wien

Tel.: 01/7129899

E-Mail: bernhard.kromp@univie.ac.atEigelegeLarvenVersuchsplan für LFS Hohenlehen